Peter Hasel Wohnmobilreise nach Kreta Grichenland

Wohnmobilreise nach Kreta

Wohnmobilreise nach KRETA

16.5.2013 – 02.07.2013

Text und Fotos von Peter Hasel

Allgemeine Vorbemerkungen

Hier ein paar grundsätzliche Anmerkungen und Informationen über mich, mein Fahrzeug, meine Ansichten und meine Art zu reisen:
Ich bin jetzt Rentner, von Beruf ehemaliger Bauleiter.
Mein Wohnmobil ist inzwischen auch ein Oldie mit H – Kennzeichen.
In früheren Jahren war es ein optimales Reisemobil für meine vierköpfige Familie. Die Töchter gingen aber schon lange nicht mehr mit. Inzwischen reise ich meist allein mit meinem treuen Beagle Cappa (inzwischen auch ein Oldie. Mit Geschäftsreisen während meiner Berufszeit und Urlaubsreisen hat der gute Hund auch mindestens 500 – 600.000 Km„auf dem Buckel“ in 18 Ländern!).
Die ehemals hinteren Stockbetten der Kinder habe ich entfernt und ein auf 90 cm erhöhtes Festbett gebaut. Darunter ist jetzt ein riesiger Stauraum, auch von außen zugänglich. Platz und Zuladung ohne Ende!

Das Womo ist ein kompletter Eigenbau. Basis ist ein Mercedes LK 608, ein ehemaliges Baustellenfahrzeug. Damals war es ein Doppelkabinen-Kipper mit 6,5 to zulässigen Ggw. Das halbe Fahrerhaus und die Pritsche habe ich entfernt und eine Eigenbau-Alkovenkabine aus Alu-Sandwich darauf gesetzt. Alle Wände, Boden und Decke haben eine optimale 50 mm PU-Isolierung. Dank Zusatztank können 180 Liter Diesel getankt werden.Aus steuerlichen Gründen ist der Bus jetzt abgelastet auf 5 to bei 3,8 to Leergewicht. Dank H-Kennzeichen fallen nur noch 192 € Steuer p.a. an und alle Umweltzonen dürfen ohne Plakette befahren werden!
Mir war schon immer autarkes freies Stehen sehr wichtig. (s.o.) Deshalb ist eine Solaranlage mit ca. 200 W + Akku-Kapazität ca. 500 Ah, eine stärkere Lima mit Sterling Hochleistungsregler, Wechselrichter für TV- und Sat-Empfang (80 cm-Schüssel wegen Kreta) und Laptop installiert. Außerdem ist ein 20A 4–Stufen-Ladegerät mit IuOu-Kennlinie vorhanden, falls mal Netzanschluss da ist, und für den Notfall ein kleines Aggregat mit 650W/230V AC dabei. Insgesamt existieren drei getrennte 12V-Systeme (Kfz, Womo, Kühlschrank), jedes getrennt überwacht mit jeweils eigenem Digital-Voltmeter im Armaturenbrett und ein 230V AC- System mit Vorrangschaltung bei Netzanschluss zum Schutz des 1000 W-Converters. Auch beim Wasser gibt es zwei getrennte Systeme.

Der Meincamp Buchtip ! Mit dem Wohnmobil nach Griechenland (Womo-Reihe) Taschenbuch. Bequem bei Amazon

Das Trinkwasser kommt aus einem transportablen V4A-Container mit 20 Liter Inhalt über eine Tauchpumpe, das Brauchwasser aus drei getrennt schaltbaren Kunststofftanks mit insgesamt 250 Litern über eine Automatik-Druckpumpe. Der Abwassertank hat 90 Liter.
Natürlich ist auch eine große Dusche (kalt und warm) und ein Kassetten-WC mit Druckspülung an Bord, zusätzlich eine Außendusche. Gekocht wird auf einem Vierflammkocher mit Gas, die Heizung funktioniert auch mit Gas. Der Kühlschrank ist ein 12V Kompressorkühlschrank mit echtem Gefrierfach von WAECO mit 80 l Volumen. Die ehemals eingebaute Mikrowelle habe ich wieder entfernt, mit Gas geht´s mindestens genau so schnell! Mit dieser Ausstattung ist es kein Problem wochenlang autark zu stehen.

Wohnmobilreise nach Kreta Peter Hasel
Wohnmobilreise nach Kreta Peter Hasel

Der Aufbau ist optimal isoliert, besser als jeder Kühlschrank. Schatten spendet die große Markise. Das Fahrgestell ist unglaublich robust und extrem geländegängig dank enormer Bodenfreiheit, Heckantrieb mit grobstolliger 17,5“ Zwillingsbereifung und extrem kleinem Wendekreis.  Ein stark untersetzter 1. Gang ist ideal für langsame Fahrt in schwierigem Gelände oder an extremen Steigungen. Da kommt kein Frontantrieb mit! Der Dieselverbrauch liegt bei 13 – 15 Litern/100 Km je nach Fahrweise, für 5 to Last m. E. sehr moderat. Die Reisegeschwindigkeit ist zwar alles andere als berauschend, ich erlaube mir aber Zeit zu haben! Ich bin ja in Urlaub und nicht auf der Flucht!

Es gibt keinerlei Kfz-Elektronik die Ärger machen könnte. Wenn die Karre mal streiken sollte kann es eigentlich nur am Dieselsystem liegen. Dann ist entweder der Vorfilter verdreckt oder es hat Luft im System. Das kann Mann selber schnell eingrenzen und beheben.
Der robuste OM 314 Motor mit 3,8 l Hubraum und 85 PS macht locker 500 bis 600 000 Km ohne Probleme! Einmal pro Jahr Filter und Öl gewechselt, alle 15 Jahre Ventile nachstellen, das war´s!
Als „Rettungsboot“ und zum Einkaufen oder Wasser holen/suchen steht auf dem hinten fest angebrachten Motorradträger eine Dax-Replika aus dem Reich der Mitte mit 110 cm³. Bei Bedarf gibt´s dazu auch noch einen (Hunde)- Anhänger.

Ich bin auch schon immer absoluter Pisten-Junkie gewesen, kann gut auf Asphalt verzichten. Auch wenn die Wahl ist zwischen Pass-Straße oder Tunnel werde ich (fast) immer den Pass wählen! Ich weiche auch aus wenn am Platz schon zwei oder gar mehr Womos stehen. Ein Gräuel sind mir deshalb auch die lautstarken italienischen „Konvois“ mit Walkie-Talkie-Fernsteuerung und auch das „Blockwart“-Gehabe so mancher Leute auf den Campingplätzen. Die Phobie vieler „Womo-Frischlinge“ und Caravan-Umsteiger vor dem Frei- oder Alleinstehen ist mir unbegreiflich! In früheren Jahren hielt ich mich noch des öfteren in Bierzelten auf und habe daher den dort lauthals gegrölten Hit über eine angeblich im Wald lebende Spezies Mensch im Ohr, die unschuldige Menschen überfällt und gar der geliebten Schwiegermutter die Körpertemperatur drastisch „absenkt“! „Mann“ (oder frau) sollte doch etwas realistischer sein und sich auch mal die Statistiken dazu anschauen (z.B. Allgemeines Wohnmobil-Handbuch S. 220)! Überfälle und Diebstähle sind niemals im einsamen Wald, sondern immer da wo sich eine Zusammenrottung (drei oder mehr Fahrzeuge) bildet! Besonders gefährdet sind neben Autobahnraststätten (mit trügerischer vermeintlicher Sicherheit wegen der vielen „Nachbarn“) auch die gesamte ach so noble Cote d`Azur! Griechenland ist Spitzenreiter in punkto Sicherheit! Jeder er – fahrene Griechenland-Fan weiß das aus eigener Anschauung. Auch die „Räuber“ versuchen schon immer ökonomisch zu „arbeiten“. Eigentlich doch nur logisch! Mir soll´s aber recht sein, auch wenn ich`s nicht verstehe! Sollen die anderen sich in vermeintlicher Sicherheit vor einer gar nicht vorhandenen Gefahr auf einem Tavernen-Parkplatz in Campingplatzmanier drängeln, auch jene, die zwar ohne Furcht sind, aber das Campingplatzangebot wollen oder brauchen!

So bleiben die einsamen Plätze auch einsam und ruhig. Das ist für mich Luxus pur!

Seit ca. 35 Jahren komme ich nach Griechenland, war in diesem Zeitraum schätzungsweise mindestens 25-mal dort. Bisher war ich überall auf dem Festland mit Peloponnes, aber auch auf Thassos, Euböa, Korfu, Lefkas, Kefallonia und Zakynthos. Dort habe ich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten „abgeklappert“, herrliche Stellplätze am Meer und im Gebirge gefunden, habe von Zakynthos aus auch getaucht. Leider gibt´s keine Fische mehr, nur noch „bergsteigen“ unter Wasser! Warum ich bisher nicht nach Kreta gefahren bin weiß ich gar nicht so recht zu sagen. Die Idee hat sich aber dieses Jahr plötzlich gestellt und immer mehr verdichtet.
Ich habe mich informiert und vorbereitet wie noch nie. Zu Kreta gibt´s ja sehr viele Informationen allgemeiner Art, aber eher wenig speziell für Wohnmobilbelange.
Meine Quellen dazu waren das Internet, das gut gemachte Buch von Dr. Steinort vom WOMO-Verlag, der großartige Kreta-Reiseführer von E. Fohrer im Michael-Müller-Verlag mit Karte 1:200.000, Knaurs Kulturführer Griechenland, die topografischen Karten 1:100.000 vom Harms-Verlag in Klingenmünster, die OSM-Karte Griechenland als download von der Website von www.kowoma.de direkt für´s Garmin-Navi. Eine wirklich tolle Karte mit Höhenlinien, sehr vielen POI´s, Routingfähig, inzwischen auch wirklich sehr detailliert und genau. Die Kowoma-Karten können im Gegensatz zu downloads von anderen OSM-Quellen direkt ohne irgendeine Umwandlung in Mapsource oder Basecamp installiert werden und am PC benutzt und bearbeitet werden, oder auch direkt auf´s Navi überspielt werden. Wer will, kann Mapsource (oder das neuere Basecamp) auch ganz ohne Navi am PC nutzen! Jemandem ohne tiefer gehende OSM-Installationskenntnisse empfehle ich dann aber unbedingt die Karten von der Kowoma-Homepage.  Auch wenn die einzelnen Quellen für die speziellen Anforderungen manchmal wenig hergeben, kann man doch fast überall irgendeine verwertbare Information entnehmen und zusammenführen. Alle grafischen Daten sind über Google-Earth und die OSM-Karten in vor ein paar Jahren noch nicht vorstellbarer Weise und Genauigkeit zu überprüfen, zu ergänzen und zu verdichten. Dabei entdeckt man auch so manchen Fehler in den Landkarten!  Ein grandioses Werkzeug, vor allem auch in Verbindung mit Mapsource oder Basecamp von Garmin!  Meine Neugier auf Kreta wächst immer mehr!

Ein herzliches Dankeschön an alle Autoren!

Kretareise 2013 16.05.2013

Die geplante Abfahrt am 09.05.2013 verschob sich leider um eine Woche wegen Imponderabilien (Brand!) die ich gern verdrängen und aus meinem Lebenslauf tilgen möchte!

Am Mittwoch den 14.05. kam nachmittags einen Tag verspätet endlich der neue Kühlschrank und wurde auch sofort eingebaut, ein sehr schönes und praktisch aufgeteiltes Gerät mit dem ich sehr zufrieden bin.  Jetzt waren alle to-do-Punkte abgearbeitet, so dass es am Donnerstag losgehen konnte, besser könnte, wenn die Wiese gegenüber dem Haus auf der der Bus geparkt war nicht so nass geworden wäre! So musste morgens um 7.00 h erst die Nachbarin mich mit Ihrem Traktor rückwärts die zwei Meter bis zur Straße schleppen! Gegen halb acht ging’s dann aber los (289 788 Km) über Altenstadt, Straßburg, Mulhouse nach Basel, d. h. erst aus Versehen Richtung Belfort, dann über Altkirch nach St. Louis zum Nachtanken (Diesel € 1,30/l), und über Ortsstraßen zur Schweizer Grenze um die pauschale Schwerlast-Verkehrs-Abgabe zu bezahlen. Ging dort aber nicht, es waren nur französische Zöllner da! Da bin ich nach innerem „Kompass“ Richtung NO gefahren um an einen deutschen Übergang zu kommen, habe auch schnell Grenzach-Whylen gefunden. Dort saß aber nur ein deutscher Zöllner der mir sagte, die Schweizer säßen zwar im Haus gegenüber, hätten jetzt aber Mittagspause!
Also hatten wir auch Mittags- und Gassipause.
Nach einer Stunde konnte ich endlich zahlen und bekam mein Formular abgestempelt. Für ca. 26 € kann man damit in einem Jahr 10 beliebige Tage alle Schweizer Straßen und auch Tunnels benutzen. Es konnte endlich weitergehen. Durch Umweg und Warten waren aber ca. zwei Stunden verloren!

Cappa, Vienna und Käpt´n Blaubär als aufmerksame Beifahrer

Ab der Grenze war nur Sauwetter! Vor lauter Regen und Nebel konnte man kaum die Landschaft sehen. Aber auch bei gutem Wetter wäre das nur eingeschränkt möglich gewesen: die Schweizer haben solche Unmengen von Tunnels, das ist regelrecht erdrückend!
Im Gotthard (17 Km unter Tage!) war´s bis zu 30° warm! Da sind die kalten Autoscheiben von außen schlagartig beschlagen. Bald kam Milano vorbei und ab da wurde die Landschaft öde, die Autobahn wegen permanent 90 Km/h fahrenden LKW-Kolonnen nervig und der Diesel teuer: 1,60 – 1,70 €/l! Zum Glück hatte ich aber schon 180 l zu 1,30 € „intus“.

Gegen 21.30 h reichte es mir und ich blieb bei Bologna auf einem etwas zurückliegenden relativ ruhigen Parkplatz über Nacht stehen.

17.05.2013

Um 6.30 h ging´s schon weiter und gegen 9.00 h war Ancona erreicht, denn ich wollte möglichst früh am Hafen sein um auf der evtl. Warteliste für Fährenplätze weit vorne zu stehen. Hat aber trotzdem nicht geklappt, habe aber die Zusage für Samstag erhalten.
(Die Maut von Milano bis Senigallia betrug ca. 30 €.)
Die Dame am Schalter hat allerdings gestört, dass der ACE Ausweis auf Lucia läuft und mir den Automobilclubrabatt deshalb wieder gestrichen: Kostete nachträgliche 58 €! Saublöd.
Als ich nach langem Hin – und – Her das Hafengebäude wieder verließ war draußen inzwischen ein Gewitter mit sintflutartigem Platzregen, dass ich auf die 20 m bis zum Auto klatschnass war. Dann schien aber bald wieder die Sonne und die Solaranlage lud wieder.

Ich weiß aber jetzt, die Gotthard-Route ist (für mich) keine wirkliche Alternative zur Brenner-Route! Allgäu, Fernpass oder Hahntenn-Joch, Inntal, alte Brennerstraße, Trentino oder Dolomiten und als Etappenziel Venedig schlagen die schweizer Tunnelstrecke und die Ödnis der Landschaft zwischen Mailand und Rimini und das Fahren auf der Elefantenrennbahn bei Ästhetik und Fahrspaß um L ä ä ä n g e n !
Auf dem riesigen bewachten und eingezäunten Terminalplatz hier darf man nachts leider nicht parken, so fand ich einen Platz in einer ruhigen Seitenstraße ganz in der Nähe. Die Nacht war ruhig, wenn auch in wenig ansprechender Umgebung.
Ein jugendlicher Idiot übte anfangs mit seinem frisierten und lauten Roller das Fahren nur auf dem Hinterrad. Einsteils wünschte ich, dass es ihn so richtig auf die Schnauze haut, andererseits hatte ich aber auch keine Lust dann evt. Erste Hilfe leisten zu müssen.

18.05.2013

Morgens eitel Sonnenschein beim Gassigehen.

Gegen 8.00 h hatte ich schon endgültig eingecheckt und bin um 11.00 h problemlos auf´s Schiff aufgefahren. Fast hätte es zu einem Platz ganz im Freien gereicht! Wegen der Busgröße stehen wir jetzt aber ein paar Meter im Laderaum drin, auch noch gut. Es hat deutlich mehr Lkw´s am Campingdeck als Womos, davon sind´s höchstens 20 Stück!!

Km 290833 (= 1034 Km)

19.05.2013

Um 6.00 h waren die Vierbeiner wach. Gassi im Camping-Deck war erfolglos, ebenfalls um 7.00h. Gegen 8.00 h hatten wir Igoumenitsa erreicht und eine Menge Laster und Busse gingen von Bord. Es ist schon beeindruckend wie die Kolosse rückwärts die enge Rampe runterdeichseln, Spiegel eingeklappt mangels Platz, nur auf die griechischen Einweiser vertrauend. Jetzt gibt´s Platz zum Fußball spielen! Prompt klappte auch der Tütengang. Kurze Runde durchs ganze Schiff gemacht. Auf Deck ist´s aber zu ungemütlich, nämlich diesig und stürmisch. Die Uhren sind jetzt eine Stunde vorgestellt. Jetzt heißt´s warten auf Patras. Ankunft dort um 15.30h, eine Stunde später als laut Fahrplan. Es ist der wichtigste Hafen auf der Peloponnes aber es gibt nicht einen Wegweiser Richtung Athen! Kleine Runde in der Stadt wegen Einbahnstraßenwirrwarr bis ich eine in Richtung Osten gefunden hatte und bald darauf auch die Mautstraße nach Athen.

7,90 € für was denn? Es ist eine einspurige Straße in beiden Richtungen in erbärmlichem Zustand, zumindest bis Korinth! Die spinnen, die Griechen! Eine ca. 100 Km lange Baustelle mit ständigen Hin- und Herleitungen, durchgehend mit Warnbaken in der Mitte. Hier sollte man Bakenverleiher sein, die Miete ist auf Jahre gesichert! ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Was heißt hier schon Baustelle: An manchen Stellen wurde wohl irgendwann mal irgendwas gebaut, es ist aber alles seit Jahren verwaist und z. T. wieder zugewuchert. Tunnel, Brücken, Straßenteile, alles gammelt angefangen und wieder eingestellt vor sich hin! In Korinth günstig getankt (1,30 €/l) und Milokoupi gesucht, auf den zweiten Anlauf auch gefunden. Eine herrliche Bucht, leider etwas erschwert anzufahren da der Weg sehr miserabel ist. Vor mir waren eine Gruppe Offroader da die am Abend aber wieder verschwanden und zwei junge Deutsche die mit einem VW Synchro auf großer Tour sind.

20.05.2013 Km 291 000! (noch 120 Km bis Piräus)

Um 7.00 h Hunderunde, die Sonne kommt gleich über den Berg. Gestern hatte es durchgehend fast 30°, es war aber diesig.
Das Meer hat schon Badetemperatur. Hier muss früher auch schon mal eine Taverne gestanden haben. Man findet noch Mobiliar und Fundamentreste sowie Reste vom Zaun und von der Wasserleitung. Scheinbar wird doch so langsam gegen illegale Bauten durchgegriffen. (In Google Earth ist das Gebäude noch zu sehen, die Aufnahme ist von 2007!) Die zwei jungen Darmstädter sind um 8.00 gefahren, jetzt sind wir ganz allein! Traumbucht Milukopi (nördlich von Korinth)

21.05.2013

Um 16.00h gestartet. Die New Road hätte nochmals 8 € gekostet, ist zwar top in Ordnung aber brutal durch´s Gebirge gebolzt. Ein paar Meter daneben verläuft die Old Road fast leer. Die habe ich genommen, es war ja genügend Zeit. Trotz fehlender oder chaotischer Beschilderung habe ich gegen 18 h doch noch zum Hafen gefunden und eine lange Pause nach dem Einchecken gemacht. Um 20 h ging´s dann auf die Fähre, Abfahrt um 21 h. Da ich keine Lust hatte die Nacht in einem unbequemen Sessel zu verbringen bin ich einfach im Auto geblieben und habe dort gut geschlafen! Um 7 h fuhren wir in Heraklion von der Fähre wieder runter. Die Stadt würde sicher keinen Schönheitspreis gewinnen können!

Nix wie raus Richtung Süden. In Moires eingekauft und zum ge-/berühmten Kommos-Strand gefahren. Für mich war das ein Flop! Der eine empfohlene Stellplatz war der Pkw-Parkplatz vor der Ausgrabungsstätte, die ander-en wegen losem Sand nicht an-
fahrbar. Pflichtbesuch in Matala, der ehemaligen Hippie-Hochburg.
Der offizielle gebührenpflichtige Parkplatz ist für Wohnmobile nicht zugelassen, der Wächter verweist mich an den benachbarten Campingplatz! Der kann mich mal! Ich fahre etwas zurück Richtung Ortsanfang, finde einen schattigen Parkplatz am Straßenrand und mache ausgiebig Mittagspause. Dann gehen wir die paar Meter wieder zurück zu den Höhlen die eine römische Nekropole waren und hauptsächlich erst später als Hippie-Refugium richtig bekannt wurden. Die Hippies sind aber auch schon wieder vergessen!
Sic transit gloria mundi! Von Matala fuhr ich dann runter nach Kali Limenes, wollte an der Südküste entlang nach Lentas. Bis Moni Odigitrias war noch Asphalt, dann eine üble Piste bis runter ans Meer. Die Strecke hätte ich mir aber schenken können. Von Kali Limenes bis Lentas ist fast alles auch schlechte Piste, es gibt keine Stellplätze und die Gegend ist versaut durch zahllose  Foliengewächshäuser, sogar an den undenkbarsten Stellen.
So mäandert die Piste horizontal und vertikal vor sich hin bis Dytikos, auch kein Ort für Womos, wie auch Lentas selber. Hinter Lentas kommt die Bucht von Loutro.

Der Teil II ist noch in der redaktionellen Bearbeitung. Tipp – Newletter abonieren !

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