Wohnmobilstellplätze im Ruhrgebiet Gelsenkirchen

DerWohnmobilstellplatz Gelsenkirchen ist der wichtigste Stellplatz im mittleren Ruhrgebiet.

Dank König Fußball, ist der Stadtteil Schalke in Gelsenkirchen bekannter als die Stadt selbst. Und mal ganz ehrlich nachgefragt, für einen außenstehenden Betrachter ist Schalke doch das Highlight der Stadt Gelsenkirchen ! Oder ? Dabei lohnt es wirklich einen Blick in die Vergangenheit dieser Stadt zu werfen. Was Herbert Grönemeyer zu Bochum formuliert hatte, kann eins zu eins für diese Ruhrgebietsmetropole übernommen werden. Sie war vor Arbeit ganz grau. Vor nicht allzu langer Zeit war der Beiname „Stadt der 1000 Feuer“ noch vielen Bürgern im Pott geläufig. Grund waren die vielen Standorte von Kokereien, deren Koksgas abgefackelt wurde. Scheinbar gab es zu jener Zeit Energie im Überfluss.

Als Ziel für Wohnmobillisten im mittleren Ruhrgebiet, ist der Stellplatz im Revierpark Nienhausen das wohl zur Zeit beste Angebot. Im Vergleich zum, sagen wir mal vorsichtig, verbockten Stellplatz in Essen, ist dieser Standort wirklich eine Toplage. Der große Park Nienhausen bietet eine riesige Grünfläche mitten im Revier. Das benachbarte Gesundheitszentrum Nienhausen verfügt über ein Frei – und Hallenbad, sowie diverse Anwendungen für das allgemeine Wohlbefinden. Kinder unter der Besatzung der Wohnmobile freuen sich besonders über den weitläufigen und umfangreich bestückten Spielplatz. Auch Hundebesitzer dürfte sich über den kleinen angrenzenden Wald freuen. Mit einer Stellplatzkapazität von bis zu 22 Mobilen sollten auch spontane Anreisen möglich sein.



In Gelsenkirchen gibt es viel mehr zu sehen und zu erleben, als man so denkt. Fangen wir an mit der Veltins Arena (Arenaring 1, 45891 Gelsenkirchen 0180 6 150810), dem Heimstadion des FC Schalke 04. Aber nicht nur die Fußballer beleben diese imposante Arena, einmal im Jahr findet hier, mitten im Revier von Kohle, Koks und Stahl, ein Biathlon (nächster Termin zum Zeitpunkt des Verfassens ist der 28-12-2015)statt. Gut das es in direkter Nachbarschaft die Ski-Halle in Bottrop gibt, denn auch von dort werden ganze LKW-Ladungen Schnee für dieses Event herbeigeschafft. Immer häufiger dient die Arena auch den Größen aus Pop und Rock als riesige Bühne, die zig Tausend Zuschauer aufnehmen kann.



Aus dem ehemaligen Ruhr-Zoo wurde die Zoom Erlebniswelt (Bleckstraße 64, 45889 Gelsenkirchen 0209 95450). Hier ist die Tierwelt in kleinen Kontinenten wie Alaska, Afrika oder Asien zu bestaunen. So kann man zu Fuß ganze Regionen durchwandern und die dort heimische Tierwelt bestaunen.

Das Sportparadies (Adenauerallee 118, 45891 Gelsenkirchen ) ist in Wirklichkeit ein Eis, Bade und Kegelparadies. Anhänger einer dieser Freizeitbeschäftigungen kommen hier voll auf Ihre Kosten. Für Freunde und Anhänger eines exklusiven Restaurantbesuch, in Verbindung mit der Besichtigung einer Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert empfiehlt sich er Besuch von Schloss Berge (Adenauerallee 103 45894 Gelsenkirchen) Genießen Sie nicht nur ein wunderschönes Restaurant im Schloss, genießen Sie auch die weitläufige Parklandschaft mit ihrer idyllischen Lage rund um der Parksee. Als 1997 die Bundesgartenschau in Gelsenkirchen statt fand, wurde der Nordsternpark (Wallstraße 52, 45883 Gelsenkirchen) über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Hier dominiert Kunst, Kultur, Sport und Wasser das Geschehen. Der Park liegt unmittelbar an der Bundeswasserstraße Rhein Herne Kanal und wird sogar von der Weißen Flotte des Essener Baldeneysees angefahren. Modelleisenbahner finden hier die zweit größte Modelleisenbahn nach dem Hamburger Miniatur Wunderland, mit dem schönen Namen „Deutschlandexpress“.

Aussichtspunkte kennt man ja weitläufig aus dem Mittelgebirgsraum, den Rheinhöhen und anderen prädestinierten Orten. Dort liegen diese Weitsichtblicke auf Bergen und Felsvorsprüngen. Im Ruhrgebiet, bekanntlich mehrheitlich keine Mittelgebirgsregion, heißen die Berge, Halden. Hier wurde der unnütze Abraum des Bergbaus zu Halden aufgeschichtet, die heute die wunderbaren Aussichtspunkte ergeben. Einen davon bietet Gelsenkirchen mit der Halde Rungenberg.

Im kulturellen Bereich kann Gelsenkirchen durchaus mit anderen Revierstädten mithalten. So bietet das Musik Theater im Revier MIR (Musiktheater im Revier GmbH Kennedyplatz 45881 Gelsenkirchen Telefon: 0209.4097-0) einen abwechslungsreichen und hochwertigen Spielplan.

Das Consol-Theater in Bismarck (Bismarckstraße 240 45889 Gelsenkirchen Telefon: 0209 / 9 88 22 82) ist auf dem Areal der stillgelegten Zeche Hugo Consolidation angesiedelt und führt Theaterstücke zu den Lebensrealitäten des zumeist jungen Publikums auf. Schließen wir unseren kulturellen Teil unseres Artikel mit dem Hinweis auf das Kunstmuseum Gelsenkirchen( Horster Straße 5-7) und das

Motorradmuseum an der Wallstraße, in dem der Besucher 90 Oldtimer Motorräder bestaunen kann.

Fazit: Aus der Stadt von Feuer und Koks ist eine Kulturstadt geworden, sicherlich nicht ohne strukturelle Probleme, aber der Wandel ist Sicht-, und Spürbar geworden. So wie man Gelsenkirchen nicht auf seine Vergangenheit als Industriemetropole reduzieren darf, genauso wenig darf man diese Stadt auf Schalke 04 reduzieren, wenn gleich der Fussball prägnant für diese Stadt bleiben wird.

20 Jahre Campingbusse

Der Artikel der Autobild Reisemobil Cooles Mobil gesucht, ist der Ideengebenr für diesen Artikel gewesen.

Vom Mercedes 207D Bj.1979 zum Citroen Jumper Bj 2013

In diesen trüben, regnerischen und trist kurzen Januartagen, an denen das Filmen von Wohnmobilstellplätzen überhaupt gar keine Freude bereitet, finde ich etwas Zeit, über die Ahnen meiner Wohnmobile zu berichten. Auch über das Ereignis, meiner Infektion mit dem Campervirus will ich hier in lockerer Folge ein paar Zeilen – demnächst – tippen.

Am heutigen 19-1-2015 habe ich damit begonnen, einen Aufruf in verschiedenen Foren im Internet, nach Mobillisten zu starten, die noch heute mit einem mehr als 25 Jahre alten Mobil unterwegs sind. Zu diesem Anlass habe ich in meinem persönliche Archiv gekramt und stoße dabei auf die Erinnerung an meinen Mercedes Benz 207 D. Meinen ersten Camper. Dieser Artikel begleitet Sie auf meinem ganz persönlichen Weg über 20 Jahre Wohnmbilleben, alles in Campingbussen absolviert. Das vorläufige Ende der Geschichte ist ein Werksausbau, der Firma Clever Mobile, auf der beliebten Basis, des Fiat Ducato Zwillings, dem Citroen Jumper ( Die Puma Dieselmotoren.)

Wohnmobil Mercedes Benz 207 D Bj 79 mit 65 PS 2,81t zul Gesgew.
Wohnmobil Mercedes Benz 207 D Bj 79 mit 65 PS 2,81t zul Gesgew.

Was genau mich im Jahre 1993 geritten hatte, für einen Kurzurlaub ein Wohnmobil zu mieten, kann ich wirklich nicht mehr sagen. Ich war weder aus meiner Kindheit noch aus der Erfahrung von Freunden und Bekannten, jemals mit dem Thema Camping konfrontiert worden. Im Jahre 1987 hatte ich schon mal ein Steilwandzelt erworben, in dem ich eine ganze Nacht verbracht habe, dann aber wohl merkte, daß diese Art der Behausung mir nicht behagte. Steckt aber in einem Menschen ein echter Camper, also quasi ein genetisch bedingter Camper, dann bleibt das Unterbewusstsein immer noch auf Kurs und erzeugt neue Ideen. Eine dieser Ideen befaste sich mit den motorisierten Unterkünften.

Statt eines käuflich zu erwerben, machte ich mich auf die Suche nach einem Leihfahrzeug. Das erste Mietmobil war ein Mitsubishi mit einem Frankia-Aufbau. Ein guter Kunde wusste von einem, der sein Mobil schon mal privat für ein Wochenende verleiht. Ich weiß nicht welchen Preis wir ausgemacht hatten, aber bezahlt habe ich nichts, weil ich unterwegs die Wohnraumbatterie auf meine Kosten erneuert hatte und wir damit den Mietpreis abgegolten haben. Der Eigner war damit ebenso zufrieden, wie ich für 3 Tage Wohnmobilmiete. So verbrachte ich meine erste Nacht in einem Wohnmobil im, durchaus geräumigen Alkoven einer Frankania Mitsubishi – Mischung, auf dem Campingplatz am Dümmer See in Niedersachsen. Im Vergleich zum Steilwandzelt, war diese Behausung mehr als akzeptabel, es hatte so gut funktioniert, daß dieses Campingwochenende, als der Durchbruch galt. Im Jahr darauf mieteten wir einen FFB 650 Europa von einem professionellen Vermieter – wieder einen Alkoven, auf der Basis eines Fiat Ducato.

Tabbert FFB 650 Europa 1994
Zweites Mietfahrzeug Tabbert FFB 650 Europa 1994 Marktplatz von Freudenstadt

Dabei handelte es sich um die modellgepflegte Variante des Typs 290 mit ebenso kraftvollem und durchzugsstarkem, aber auch recht sparsamen Vierzylinder Dieselmotor. Ich erinnere mich an ein erhebliches, an heutigen Maßstäben gemessen, sehr lautes Motorgeräusch, das den Reisekomfort doch erheblich einschränkte. Jedenfalls waren die Führerhäuser dieser Transporter nicht mit denen der Neuzeit zu vergleichen. Wir wählten nur grob ein Ziel vom Rheinland in Richtung Süddeutschland aus. Damals gab es kein flächendeckend gut ausgebautes Wohnmobilstellplatznetz. Auch war mir kein Stellplatzführer bekannt. Wir navigierten nach Altväter Sitte mit einem Straßenatlas, auf dem kleine Symbole in Form eines Zeltes auf Campingplätze, hinwiesen. So steuerten wir eine Anlage in Ziegelhausen direkt am Neckar an. Diese komplette Mietwoche verlief derart angenehm und problemfrei, dass ich mich nach der Rückkehr entschlossen hatte, nun selbst einen Camper anzuschaffen.
Erst jetzt beschäftigte ich mich intensiver mit dem Thema Wohnmobile und Camping. So erstand ich auch meine erste Fachzeitung, den Platzhirschen Promobil, den ich seither regelmäßig lese. Schnell war klar, daß die Ansprüche von einem ausgewachsenen FFB 650, rein finanziell, unhaltbar waren. Und so wurde nach einer relativ kurzen Suche der Mercedes T1 Bus, vom Typ 207 D mit stolzen 65 PS aus 2,4 Litern Hubraum, mein Eigen. Es war einer der letzten T1 Transporter die seiner Zeit in Bremen gebaut wurden. Bei der Konzeption dieses Typs hat wahrscheinlich kein Ingenieur, kein Kaufmann bei Mercedes Benz, je darüber nachgedacht, daß es Zeitgenossen geben wird, die mit einem solchen Vehikel auf eine grosse Urlaubstour gehen werden. Schon damals war das Fahrzeug chronisch untermotorisiert. Die Geräuschkulisse bei höheren Drehzahlen kann man gut und gerne als unerträglich bezeichnen. Und dennoch haben wir mit diesem Bus Touren aus dem Herzen den Ruhrgebiets, vornehmlich, bis an die Ostsee unternommen. Fahrten in Richtung Süden, also Mittelgebirgslagen, habe ich auf Grund der Autobahnsteigungen, tunlichst vermieden. Entschädigt hat uns der treue Benz mit einer unvergleichlichen Zuverlässigkeit, die er aus den braven Automodellen der Mercedes Strich 8 geerbt hatte. Das zu diesem Erbe aber auch der Rost gehört, muss im Teil II meiner Camper-Autobiographie, Erwähnung finden An diesem Bus war, trotz seiner schon 280.000 Km kein weltbewegender Defekt zu beklagen. Die Campingeinrichtung stammte aus dem Sortiment der Firma Reimo. Vermutlich wurde der Ausbau zum Camper durch einen Profi ausgeführt. Alles war sauber und vor Allem dicht verarbeitet. Der für zwei Reisende konzipierte Grundriss, wies hinter dem Beifahrersitz eine Kühl – Kocher – Spülen – Kombination auf. Hinter dem Fahrersitz war ein Kleiderschrank eingebaut, in dessen unteren Teil eine betagte Truma Heizung für wohlige Wärme sorgte. Direkt hinter dem Kleiderschrank schloss dich die längs verbaute Sitzbank an, die in Kombination mit der gegenüberliegenden Sitzbank und dem mittigen Hubtisch, umgebaut eine ausreichend große Liegefläche bot. In der folgenden Skizze habe ich den Grundriss aufgezeichnet.

Grundriss Innenausbau Mercedes T1N
Grundriss Reimo Lugano für Mercedes T1N mit kurzem Radstand

Heizung und Kocher wurden aus einem Unterflur montierten Gastank versorgt. Zwar hatte ich allerhand über neue Reisemobile in meiner Fachlektüre gelesen, aber Tipps zum Kauf eines gebrauchten Wohnmobils gab es damals nicht für Geld und gute Worte. Die gefährliche Mischung aus Ahnungslosigkeit, Leichtsinn und Mut, führte kurz nach dem Kauf zu einer Gasexplosion in meinem Bus. Der ausführliche Bericht zu diesem Schreckensszenario folgt im Teil II meiner kleinen Zeitreise…